Fernweh

Dich nicht anfassen können.
Dich weit weg wissen.
Nicht zu dir können.
Nicht dürfen.
Das nicht fühlen wollen.
Tränen.
Nicht wissen wohin mit dem.
Und beschließen: Es ist jetzt Fernlust und
Ich vergesse alles, was es Drama macht.


Eingesperrt und ich versuche so zu tun, als könnte ich es verstehen.
Will ich aber gar nicht.
Wenn auch gerecht und so,
Denn wo ist es gerecht, wenn niemand an uns Stumme denkt, die auch darunter leiden?
Freiheit ist mein Elixier.
Weit und Weg meine besten Freunde.
Die ich brauche.
Und erzähl mir nicht, was ich fühle.
Was ich kann und was nicht.
Was ich brauche.
Das ist so kein Leben.
Denn ich habe Fernweh.

Fernlust

Tut die Ferne
mir wirklich weh
oder habe ich
nicht einfach Lust,
allem fern zu sein?

Will ich Schmerz
und Leid
und Grau.
Oder Licht
und Wind
und Sein?

Fernlust.

Geborgenheit (fin)

Halt in mir.
Stark in mir.
Erinnerungen an das,
was gut war,
was schön war.
Blumen in mir wachsen
lassen, gießen
und die Sonne 
finden, fürs Leben
in mir.

Geborgenheit V

Wenn du mich verstehst
und ich mich nicht
mehr so außerirdisch 
fühle.
Wenn meine Macken
atmen dürfen
und ich einfach
bin.
Geborgen sein.

Geborgenheit IV

Wenn dein Lächeln
deine Augen erreicht
und ein Sternenfeld
beginnt, im Innen
zu tanzen.

Wenn dein Herz 
anfängt zu blühen
und die dunklen
Rauchschwaden
verdrängt,
die dort manchmal noch
herumhängen.

Wenn ein klares, glucksendes
Lachen, frei wie bei
einem Kind,
schon in dir bereit sitzt.

Wenn ich dann in den Spiegel sehe,
mich ganz sehe,
dann ist
	Geborgenheit.

Geborgenheit III

Leere in mir.
Stille in mir.
Dunkle Weiten in mir.
Und die Sehnsucht.
Der Wunsch nach Nähe,
der Wunsch nach deiner
Wärme,
doch Geborgenheit find 
ich trotzdem nicht
in deinen Armen.

Es ist nicht die Leere,
die das Gefühl verhindert.
Er ist nicht nur die 
Vergangenheit, die
Geborgenheit verhindert.

Es ist Ich.
Ich bin nicht geborgen.
Ich habe mich noch nicht gerettet.